Kritik zu "Im Jenseits ist die Hölle los"

Wiener Zeitung, 07.02.2016
Wer aus dem Jenseits auf die Erde zurückkommt, landet zunächst einmal am Flughafen Budapest und muss dann noch mit dem Bus ins Burgenland. Eine Fahrt mit Hindernissen und eigenwilligen Gestalten, die sich nach misslungenen Zahnarztbesuchen in Ungarn, in dicken Bandagen eingewickelt, auf den Heimweg machen.

Mike Supancic nimmt die Besucher auf eine Reise in Jenseits mit baldiger Wiederkunft auf die Erde mit und versteht auch in seinem neuen Programm "Im Jenseits ist die Hölle los" mit seinem Humor und vor allem auch seiner Musik zu unterhalten.


Eigentlich hätte es ja nur ein netter Abend sein sollen. Eine kleine Séance zur Unterhaltung. Doch die Geisterbeschwörung läuft aus dem Ruder und so findet sich Supancic im Jenseits, genauer gesagt in "Amys Weinhaus" wieder. Dort trifft er unter anderem auf Einstein, der gerne Rammstein hört.

Doch der Ausflug in die Zwischenwelt ist nur ein kurzer und so kommt es dann im Diesseits zu einem Marschmusik-Medley, einer Wutbürgerparade und zur "Göttlichen Kommode" von Tante Aleghieri. Der gebürtige Steirer spielt mit Sprache und Dialekten und sorgt dafür, dass so manch bekannte Melodie einen sinnvolleren Text bekommt, als das Original zu bieten hatte. Schon jetzt kann die Strache-Imitation als neuer Klassiker bezeichnet werden, so gut und genau imitiert Supancic das Original in Sprache und Gestik.

Nicht fehlen darf natürlich die Kritik an der Konsumgesellschaft und der Moderne. Wie etwa der Befürchtung, dass bald alle Pornofilm-Konsumenten ihrerseits im Internet zu finden sein werden, weil die Daten gespeichert und im großen Datennetz verteilt werden.

Ein sehr vergnüglicher, unterhaltsamer zweistündiger Abend mit einigen sehr gelungenen Pointen und guter Musik.

Gregor Kucera

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"Ohne spürbar auf Pointen abzuzielen, trifft Mike Supancic sie zu dutzenden."
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