Kritik zu "Ich bin nicht allein"

OÖ Nachrichten, 31.12.2013
Kabarettistisch-poarodistische Gustostückerl von Mike Supancic im Posthof.

Dieser Stronach-Techno-Wahlkampf-Song ist schon ein besonders gelungenes kabarettistisch parodistisches
Gustostückerl! Und der Song vom "Stamperl am Kinn" ist an Absurdität kaum mehr zu überbieten. Doch Moment! Das genuschelte Lied über die geheimen Leidenschaften des Hans Moser, der den Quelle-Katalog benutzt als Vorlage – ach was, lasst doch der Fantasie freien Lauf!

Das neue Programm "Ich bin nicht allein" des Steirers Mike Supancic (46) ist eine turbulent-groteske,
geschickt verstrickte Geschichte mit aberwitzigen Nebensträngen. Supancic zeigt sich in absoluter
Höchstform bei der für ihn so typischen Art von Kleinkunst, nämlich freche, witzige und absurde Text-
Versionen mit bekannten Melodien von Roy Black über STS, Georg Danzer bis hin zu Deep Purple, Nena, Bob
Marley oder Queen zu verbinden.

Seinem Onkel Hansi hat er zum 90er eine Gesundenuntersuchung in einer Klinik in Tirol geschenkt. Dort begegnet ihm ein herrlich durchgeknalltes Kuriositätenkabinett an Patienten. Parallel dazu gibt’s den Song- Contest der Rechtsradikalen: Moderator Strache begrüßt "rechts herzlich" die Teilnehmer, darunter Silvio
Berlusconi mit dem Hit "Zehn kleine Afrikaner im Flüchtlingsboot nach Napoli …"

Das alles präsentiert Supancic mit der den Bauch tarnenden Gitarre und dem Blick des übermütigen Buben.
Am Ende kommentiert wieder der Schneckerl: Dem Kabarett muss man nehmen, wie er kommt. Ja, diesmal kommt er echt gut!

Silvia Nagl

mehr über das Programm "Ich bin nicht allein"...
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"Ein Mann und seine Gitarre und ein Aufenthalt im verrückten Absurdistan. Wahnsinn!"
(diekleinkunst.com)
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